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Vollbogen-Implantatbrücke, gefräst aus einem einzigen ICERA-Zirkonia-Block

Eine schraubenretinierte obere Vollbogen-Versorgung, gefräst aus einem einzigen ICERA-Zirkonia-Block, fertiggestellt mit geschichteter rosa Gingiva-Charakterisierung und einer Hochglanz-Glasur. Fallübersicht Dieser Fall dokumentiert eine schraubenretinierte obere Vollbogen-Implantatbrücke ...

Vollbogen-Implantatbrücke, gefräst aus einem einzigen ICERA-Zirkonia-Block

Eine schraubengefertigte, vollbogige Oberkieferprothese aus einem einzigen ICERA-Zirkonoxid-Block, fertiggestellt mit geschichteter rosa Gingivacharakterisierung und einer hochglänzenden Glasur.


Fallübersicht

Dieser Fall dokumentiert eine schraubengefertigte, vollbogige Oberkiefer-Implantatbrücke aus einem einzigen ICERA-Zirkonoxid-Block. Die Restauration ersetzt den gesamten oberen Zahnapparat und bildet sowohl die Zahnform als auch die Gingivakontur in einem einzigen keramischen Stück ab. Es wurde kein Metallgerüst verwendet, und auf den funktionellen Flächen wurde kein Verblendporzellan aufgetragen.

Vollbogige Arbeiten stellen den anspruchsvollsten Einsatz dar, den ein keramisches Material leisten muss. Eine einteilige Krone versagt lokal. Eine vollbogige Brücke verteilt die Kaukraft über eine lange freitragende Spannweite, und jede Schwäche des Materials oder der Passgenauigkeit wirkt sich auf die gesamte Restauration aus. Daher sind Vollbogenfälle ein aussagekräftiger Test für einen Rohblock.


Warum monolithisch

Der traditionelle Ansatz für ästhetische Vollbogen-Versorgungen bestand darin, ein stabiles Gerüst zu fräsen und darauf feldspatähnliche Porzellanmassen für Transluzenz und Farbe aufzutragen. Diese Methode erzielt zwar beeindruckende Ergebnisse, führt aber auch zur häufigsten Fehlfunktion in dieser Kategorie: Abplatzungen an der Grenzfläche zwischen Gerüst und Verblendmasse. Die beiden Materialien weisen unterschiedliches thermisches Ausdehnungsverhalten und unterschiedliche Bruchzähigkeit auf; die Haftung zwischen ihnen wird somit zur schwächsten Stelle des gesamten Systems.

Durch das Fräsen dieses Falles als monolithische Einheit entfällt diese Grenzfläche vollständig. Okklusal- und incisale Flächen bestehen durchgängig aus Zirkonoxid; die Belastung wird von einer kontinuierlichen Zirkonoxid-Struktur getragen – nicht über eine Grenzfläche zwischen Zirkonoxid und Verblendmasse. Bei Patienten mit starkem Biss oder Anamnese von Bruxismus eliminiert das Wegfallen der Verblendgrenzfläche einen häufigen Versagensmodus und verleiht der Restauration eine homogenere, lasttragende Struktur.

Der Kompromiss war historisch gesehen ästhetischer Natur. Frühes monolithisches Zirkoniumoxid war stark und undurchsichtig – und sah auch so aus. Die Entwicklungsarbeit der letzten Jahre hat diese Lücke erheblich verringert; dieser Fall veranschaulicht den aktuellen Stand des Materials.




Material und Arbeitsablauf

Die Brücke wurde aus ICERA 4D Pro gefräst, das aufgrund der Kombination aus Biegefestigkeit und gestufter Transluzenz für diesen Fall ausgewählt wurde. Ein Multilayer-Block weist einen integrierten Übergang von einer stärker opaken, chromatischen zervikalen Zone zu einer stärker transluzenten incisalen Zone auf – das heißt, ein Teil der optischen Gestaltung ist bereits im Material vorhanden, noch bevor mit dem Färben begonnen wird.

Die Konstruktion erfolgte digital auf Basis der Scandaten, wobei die Schraubenkanäle so positioniert wurden, dass sie palatinal austreten und nicht in die labialen Flächen eingreifen. Das Fräsen wurde im vorgesinterten Zustand durchgeführt, gefolgt von der Sinterung im Zyklus. Die Schrumpfungskompensation wurde bereits in der Konstruktionsphase berücksichtigt, und die Passgenauigkeit an den Multi-Unit-Abutments wurde nach der Sinterung – noch vor jeglicher Nachbearbeitung – überprüft.

Die passive Passform ist hier wichtiger als an jeder anderen Stelle der Prothetik. Eine Brücke, die unter Spannung eingesetzt wird, überträgt diese Spannung kontinuierlich – nicht nur zum Zeitpunkt der Insertion – auf die Implantate und den umgebenden Knochen. Die Überprüfung vor dem Anfärben verhindert, dass ein Passprobleme erst nach stundenlanger ästhetischer Arbeit entdeckt werden.


Gingivacharakterisierung

Die rosa Arbeit wurde bewusst zart und nicht schwer gehalten. Die Färbung wurde im gingivalen Bereich in abgestufter Intensität aufgetragen – dichter an den zervikalen Rändern und immer dünner werdend in Richtung Zahnoberfläche – sodass der Übergang als Tiefe und nicht als gemalte Grenzlinie wirkt. Dort, wo das Rosa auf die Zahnsubstanz trifft, wurde die Kante ausgefiedert statt scharf definiert; genau das verhindert, dass die Restauration wie zwei miteinander verbundene Materialien wirkt.

Der Zahnfarbton weist einen hohen Helligkeitswert auf und besitzt eine natürliche incisale Durchlässigkeit, die auf den Fotos als leicht graulichere, transparentere Bandzone an den incisalen Rändern erkennbar ist. Diese Durchlässigkeit verhindert, dass ein heller Farbton unter intraoraler Beleuchtung flach und künstlich wirkt.

 

Oberflächenfinish

Nach dem Glasieren erreicht die Oberfläche ein dichtes, glattes Finish, dessen Lichtverhalten in den Nahaufnahmen sichtbar ist. Dies ist nicht nur kosmetisch bedeutsam: Eine dichte, glatte Zirkonoxid-Oberfläche verringert die Oberflächenrauheit und erschwert die Plaque-Retention sowie Verfärbungen. Vollbogen-Versorgungen sind für Patienten schwer zu reinigen; daher besitzt eine biofilmresistente Oberfläche einen echten klinischen Nutzen über die gesamte Einsatzdauer der Versorgung.

Zirkonoxid bietet zudem eine hohe chemische Stabilität im oralen Milieu und ist unter normalen klinischen Bedingungen hochgradig widerstandsfähig gegenüber Korrosion und Auflösung.




Was dieser Fall zeigt

Bei Vollbogen-Arbeiten zeigt sich die Materialqualität unmittelbar: Die Festigkeit muss echt sein, der Farbverlauf muss bereits im Rohling integriert – nicht erst nachträglich aufgemalt – sein, und das Sinterverhalten muss so vorhersehbar sein, dass eine 14-gliedrige Brücke nach dem Ausglühen exakt so passt, wie sie konstruiert wurde. Dieser Fall wurde vollständig aus ICERA-Material hergestellt.

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